Hauptkomponenten
Abhängig von Gasförderung, Verdichtungsgrad, Abdichtung und Alter der (Hausmüll)-Deponie sind die Konzentrationen an Methan und Kohlendioxid Schwankungen unterworfen. Um die Emission dieser Gase zu vermeiden werden Deponien bei geringen Unterdruck betrieben, mit der Folge, dass Aussenluft, also Stickstoff, Sauerstoff und Argon, in den Deponiekörper eindringt und sich verdünnend auf die Zusammensetzung der Biogase auswirkt. Die genaue Kenntnis der Gaszusammensetzung ist zur Beurteilung der Gasproduktion wie auch dem Betrieb der Gasmotoren von Bedeutung.

Spurenkomponenten
Neben diesen Hauptkomponenten sind noch weitere Gase in Spuren (< 0,1 Vol%) vorhanden, die sich zum Teil sehr schädigend auf den Betrieb der Gasmotoren auswirken. Die Herkunft dieser Verbindungen ist durch Einlagerungen von Chemikalien (z.B. Lösemittel) zu erklären, die aufgrund ihrer hohen Dampfdrücke mit dem Biogas ausgetrieben werden, oder es sind Substanzen die durch chemische und biologische Reaktionen stetig nachgeliefert werden.

Schwefelverbindung
Die mit Abstand wichtigste Schwefelverbindung in Hausmülldeponien ist Schwefelwasserstoff. Diese Verbindung entsteht durch mikrobakteriellen Abbau von Gips, sowie pflanzlichen und tierischen Abfällen. Organische Schwefelverbindungen (z.B. Thiole) liegen in nur sehr geringen Konzentrationen vor. Schwefelverbindungen verbrennen im Gasmotor zu Schwefelsäure, eine Säure, die Legierungsmetalle im Motor angreift und die Schmiereigenschaften von Motorölen vermindert.

Chlor- und Fluorhaltige Verbindungen (CKW/FCKW)
Chlor- und Fluorhaltige Verbindungen (CKW/FCKW) werden vorwiegend durch Lösemittel in die Deponie eingebracht. Die Verbrennungsprodukte sind ebenfalls starke Säuren (Salz- u. Flusssäure) mit gleichsam schädigendem Einfluss auf Metalle und Öl.

Siliziumorganische Verbindungen
Siliziumorganische Verbindungen (Siloxane und Abbauprodukte) verbrennen zu Siliziumdioxid, einem Feststoff, der sich an bewegliche Motorteile absetzt und zu Undichtigkeiten und Abrieb führt.