Untersuchungen auf Deponien mit dem FID (Flammenionisationsdetektor) sollen in erster Linie Schwachstellen aufzeigen. Hierzu wird auf dem maßstabsgerechten Plan zunächst ein Raster eingerichtet (i.d.R. 20m x 20m). An den Knotenpunkten werden nun im Feld Messungen im ppm-Bereich durchgeführt (10.000 ppm = 1 Vol. % Methan). Durch die Einrichtung von vier Klassifizierungsbereichen kann die Deponie aus Sicht der Emission näher “charakterisiert” werden.

Für die Flächenbegehung ist neben den Punktmessungen auch ein Screening erforderlich, um die Ausmaße z.B. eines Gasfensters oder der Risse zu dokumentieren. Sinnvoll sind ebenfalls Messungen direkt neben ggf. Fassungseinrichtungen im Feld um eventuelle Defekte (Tonkegel, Anschlüsse) aufzeigen zu können.

Alle Daten und Auffälligkeiten werden während der Untersuchung protokolliert. Zur Orientierung werden Bauwerke, Gaskollektoren, Schächte etc. genutzt. Bei entsprechender Anforderung kommt ein GPS zum Einsatz. Alle gewonnen Werte werden im Berichtswesen verarbeitet.
Sinn der FID-Begehung ist es Oberflächendichtungen zu prüfen, Verbesserungsvorschläge der Gasfassung aufzuzeigen und bei Erstuntersuchungen Gasquantitäten zu prognostizieren.

  • Prognostische Berechnung der abströmenden Deponiegasmenge
  • Berechnung der fassbaren Gasmengen (bei relevanten Emissionen)
  • Wirtschaftliche Betrachtung / z.B. Entscheid über den Ausbau einer Gasfassung, Passiventgasung etc.
  • Konzeptionierung und Dimensionierung der Gasfassung (Anzahl Gaskollektoren – Art und Lagebestimmung)
  • Nutzungsvorschläge
  • zur Feststellung der Restemission / Situation