Die Zusammensetzung des Deponiegases ist sehr davon abhängig ob, wie lange und wie stark die Deponie besaugt wird. Aus Gründen der Vergleichbarkeit und der Relevanz der Messungen werden die Untersuchungen erst dann durchgeführt, wenn die Besaugung mehrere Wochen erfolgt ist und der Methangehalt durch Variieren der Absaugmenge auf einen stabilen Wert eingestellt ist bzw. gehalten wird (Richtwert 45 – 50 Vol.% Methan).

Durch entsprechende Vermessungen und Regulierungen der einzelnen Gaskollektoren wird der Gesamtvolumenstrom im folgendem unterteilt:

  • Jeder Kollektor weist ähnliche Methanwerte auf
  • Die Kollektoren werden nicht übersaugt
  • Leckagen können geortet und behoben werden

In der Regel ist nach einem mehrwöchigen Regulierbetrieb (4-5 Wochen) der gewünschte stabile Zustand erreicht. Anschließend an den Regulierbetrieb kann zum Messbetrieb übergegangen werden.

Die Vermessung der Gaskollektoren zwecks Mengenoptimierung erfolgt mittels Handmessgeräten auf die Haputkomponenten und Randparameter.
Die gemessenen Werte werden tabellarisch festgehalten und gegebenenfalls interpretiert.

2.Messbetrieb
2.1 Grunduntersuchungen

Im Rahmen der Grunduntersuchung werden während des Messbetriebes (1 Woche, Protokollierung 2x täglich) die Hauptkomponenten des Gases ermittelt, die Gasmengen und der Gaszustand gemessen und Rückschlüsse auf dem Absaugzustand der Deponie genommen.
Die Mess- und Berechnungswerte werden tabellarisch und grafisch dargestellt bzw. erläutert.

2.2 Spurenstoffe
Die Summenparameter geben Überblick über die bei der thermischen Behandlung Fackel, Motor wichtigsten Schadstoffe des Deponiegases. Sie ermöglichen Abschätzungen bezüglich der Emissionssituation und geben Hinweise auf korrosives Verhalten anwendbarer Werkstoffe (Motor). Die Beprobungen und Analysen werden im Bericht beschrieben und verarbeitet.

2.3 Emissionsmessungen auf der Deponieoberfläche
Mit dem angewendeten FID- Messverfahren können Gasaustritte nach Konzentrationen (ppm CH) erfasst und dadurch Gefahrenbereiche eingegrenzt werden. Die Wirksamkeit der Entgasungsanlagen wird prüfbar durch periodisch durchgeführte Restemissionsmessungen. Innerhalb des Absaugversuches werden eine Nullmessung (einmalige Messung vor dem Regulierbetrieb) und eine Betriebsmessung (einmalige Messung während des stabilen Messbetriebes).
Die Messergebnisse werden kartiert und bewertet.

3. Ergebnisdarstellung
3.1 Abschlussbericht

Die in den Positionen 1 und 2 erwähnten Beschreibungen, Berechnungen, Resultate, Tabellen, Grafiken und Erläuterungen werden in einem Abschlußbericht zusammengefasst. Der Bericht enthält weiterhin eine Stellungnahme zu den gesicherten Gasentsorgungs-, Gasgewinnungs- und Gasnutzungsmöglichkeiten sowie Folgerungen und Hinweise für die weitere Projektbearbeitung.